23.07.26 - 14:13 Uhr
Reitunfall im Watt
Erneute Alarmierung für die Cuxhavener Wattretter und diesmal sollte es ein besonders langwieriger und kräftezehrender Einsatz werden.
Zwei Reiterinnen waren mit ihren Pferden auf dem Wattweg in Richtung Neuwerk unterwegs. Zwischen den Rettungsbaken 7 und 8, scheuten die Tiere dann aus nicht bekanntem Grund. Sie flüchteten Richtung Weser und verschwanden schnell aus der Sicht. Beide Reiter blieben bei diesem plötzlichen Zwischenfall unbeschadet. Während die eine Person den Pferden hinterherlief, setzte die Zweite den Notruf ab.
Da der Alarm kurz vor Niedrigwasser einging, war entsprechend Eile geboten, da die Tiede bald kippte. Die Wattretter der Feuerwehr rückten umgehend entlang des Priggenwegs zur Einsatzstelle aus. Dort angekommen, mussten die Tiere und die dazugehörigen Personen in der Weite des Watts erst einmal lokalisiert werden.
Anschließend wurde das Rettungsboot „Hein Wöbber“ in einem der nach Westen verlaufenden Priele zu Wasser gelassen. Es steuerte direkt auf eine Sandbank zu, auf der sich eine der Reiterinnen mittlerweile befand. Von den Pferden fehlte zu dem Zeitpunkt allerdings weiterhin jede Spur.
Der noch sehr niedrige Wasserstand machte den Einsatzkräften anfangs noch Probleme, sodass „Hein“ immer wieder geschoben werden mussten. Doch dank entsprechender Ortskenntnis und
Geduld, gelang das Manöver, um doch zügig voranzukommen. Die Person konnte schließlich erreicht und sicher an Bord genommen werden.
Währenddessen waren weitere Einsatzkräfte der DLRG im Watt eingetroffen. Mittels der mitgeführten Drohne, konnten die Kameraden die Tiere sehr schnell orten und die Position an die
Sucheinheiten weiterleiten.
Demnach hatten sich die Pferde wieder in Richtung Küste zubewegt, änderten aber immer wieder die Richtung. Da die aufgeregten Tiere erst einmal niemanden an sich heran ließen, wählten die Retter
daher eine andere Taktik. Die Reiterin wurde mit dem Jetski der DLRG vom Feuerwehrboot abgeholt und direkt zu den Pferden gebracht. Mit Erfolg, die Tiere beruhigten sich durch die ihnen
bekannte Stimme und konnten so eingefangen werden.
Im Schlepp des DLRG Jetskis ging es anschließend unproblematisch in Richtung Duhnen, wobei die beiden Rettungsboote der Feuerwehr das Gespann begleiteten, um im Bedarfsfall eingreifen zu
können.
Etwa auf Höhe des AHOI-Bades gelangten die erschöpften, aber unverletzten Vierbeiner dann wieder an Land. Dort wurden sie von weiteren Einsatzkräfte und einem Tierarzt in Empfang genommen.
Durch die wieder einmal sehr gute Zusammenarbeit aller beteiligten Einsatzräfte, konnte dieser Einsatz nach rund sieben Stunden zu einem positiven Abschluss gebracht werden.
© FF-Duhnen-Stickenbüttel / FOS.
Beteiligte Einheiten:
- FF. Duhnen-Stickenbüttel
- BF. Cuxhaven
- DLRG OG Cuxhaven
- Nordseeheilbad Cuxhaven GmbH
Freiwillige Feuerwehr
Cuxhaven - Duhnen






